Mit Wild Hearts S bringt Koei Tecmo die spektakuläre Monsterjagd nun auch auf die Nintendo Switch 2 und liefert eine technisch optimierte, aber inhaltlich identische Version des beliebten Actionspiels. Wir haben uns erneut ins feudale Fantasyreich Azuma gestürzt und geprüft, ob die Switch 2 -Fassung mit den anderen Plattformen mithalten kann.
In Wild Hearts S übernehmen wir erneut die Rolle eines namenlosen Jägers oder einer Jägerin, der oder die Azuma von den übermächtigen Kemono-Bestien befreien soll. Das einst friedliche Land leidet unter chaotischen Jahreszeiten und Naturgewalten, die durch die Monster ausgelöst wurden. Der Schauplatz des Dorfes Minato, dient als zentraler Hub, in dem wir Ausrüstung verbessern, Missionen annehmen und die Geschichte vorantreiben. Die Handlung wird durch vollvertonte Zwischensequenzen erzählt, bleibt aber (wie schon auf anderen Plattformen) etwas hinter ihrem Potenzial zurück: Interessanter Anfang, aber recht bald tritt sie in den Hintergrund zugunsten der Jagd.

Karakuri als Herzstück des Gameplays
Was Wild Hearts S besonders macht, ist die Integration der Karakuri-Technologie. Das sind die antike Konstrukte, die wir im Kampf und in der Welt frei einsetzen können. Mit ihnen bauen wir Sprungplattformen, Schutzwälle oder Gleiter. Das System erinnert an das Crafting-Prinzip in Fortnite, ist hier jedoch viel taktischer und durchdachter. Auf der Switch 2 lässt sich die Mechanik mit flüssiger Steuerung und minimaler Verzögerung umsetzen. Dank schnellerer Ladezeiten und stabiler Bildrate fühlt sich das Gameplay nun deutlich dynamischer an, auch wenn das Bauen in hektischen Momenten noch Übung erfordert.

Die wahre Stärke von Wild Hearts S bleibt der Kampf gegen die Kemono. Jede dieser Kreaturen besitzt ihr eigenes Verhalten, Angriffsarten und Schwachstellen. Die Kämpfe sind fordernd, aber nie unfair. Wer Angriffsmuster lernt, die Umgebung clever nutzt und Karakuri richtig einsetzt, wird mit spektakulären Siegen belohnt. Auch auf der Switch 2 bleiben diese Kämpfe imposant. Besonders beeindruckend: Die neuen Dual-Rendering-Techniken ermöglichen eine detaillierte Darstellung der Kemono, während der Hintergrund dynamisch skaliert, um die Performance zu sichern.

Viel Spielraum für Builds und Fortschritt
Die Waffenvielfalt ist solide: 8 unterschiedliche Typen. Darunter Katana, Nodachi, Kanone oder dem Karakuri-Stab. Diese ermöglichen individuelle Spielstile. Jede Waffe hat ihren eigenen Upgrade-Baum, der uns erlaubt, verschiedene Builds zu entwickeln. Das Crafting-System ist komplex, aber belohnend. Gerade im Mid- und Endgame werden geschickte Kombinationen von Fähigkeiten entscheidend. Auch Rüstungen lassen sich umfangreich anpassen, sowohl optisch als auch inhaltlich. Neue Sets mit einzigartigen Boni motivieren zur Jagd auf neue Kemono. Besonders angenehm.

Endgame mit Langzeitmotivation
Nach Abschluss der Story erwartet uns das Endgame, das es in sich hat: Neue, impulsive Kemono-Varianten bringen nicht nur kosmetische Änderungen, sondern neue Angriffsmechaniken. Zusätzlich gibt es wöchentliche Quests, Koop-Jagden, allerdings gibt es kein Crossplay-System! Optisch kann Wild Hearts S auf der Switch 2 endlich mithalten. Was besonders positiv ist, dass es optisch mit der PS5 Version mithalten kann. Auf der Switch 2 kommen deutlich verbesserte Texturen daher. Das macht Wild Hearts S zur besten Version, die wir aktuell auf der Konsole haben.

Fazit:
Wild Hearts S auf der Switch 2 ist mehr als nur ein Port. Es ist die technisch sauberste und mobilste Fassung des Spiels. Wer bisher auf die Switch 2-Version gewartet hat, kann bedenkenlos zugreifen. Die Kombination aus herausfordernden Jagden, tiefgreifenden Crafting-Systemen und der innovativen Karakuri-Mechanik macht Wild Hearts S zu einem der besten Jagdspiele der letzten Jahre. Wild Hearts S ist ein Must-Buy für die Nintendo Switch 2. Wer immer noch nicht überzeugt ist, der kann sich eine kostenlose Demo im Nintendo Store herunterladen.











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