Mit Temtem: Swarm wagt das Studio Crema einen überraschenden Genrewechsel. Statt klassischem Monster-Catching wie im Hauptspiel Temtem setzt dieses Spin-off auf ein völlig anderes Konzept: ein Roguelike-Bullet-Hell, das stark an Genregrößen wie Vampire Survivors erinnert.
Doch funktioniert diese Mischung aus bekannten Temtem und hektischem Survival Gameplay wirklich oder bleibt das Spiel hinter seinen Möglichkeiten zurück? Optisch bleibt sich das Spiel treu und orientiert sich stark am Stil von Temtem. Der Soundtrack erfüllt seinen Zweck, bleibt aber kaum im Gedächtnis.

Gameplay: Einfach zu lernen, schwer zu meistern?
Das Grundprinzip von Temtem: Swarm ist schnell erklärt: Man steuert ein Temtem, bewegt es über eine Karte und wird von immer größeren Gegnerwellen angegriffen. Während der Charakter automatisch angreift, konzentriert man sich nur auf die Bewegung, Positionierung und das Einsammeln von Erfahrungspunkten. Mit jedem Levelaufstieg kann man neue Fähigkeiten auswählen oder bestehende verbessern. Diese Entscheidungen sind entscheidend für den Verlauf eines Runs und bringen eine klassische Roguelike Dynamik ins Spiel. Allerdings zeigt sich hier auch eines der Probleme: Viele Upgrades fühlen sich nicht besonders bedeutend an. Statt spannender Build Entscheidungen wirkt das Fortschrittssystem leider eher etwas flach.

Kampfsystem
Das Kampfsystem funktioniert solide, aber ohne große Überraschungen. Gegner erscheinen in immer größeren Mengen, und mit der Zeit wird das Spielfeld zunehmend chaotisch. Während andere Spiele des Genres oft durch extreme Eskalation und spektakuläre Effekte überzeugen, bleibt Temtem: Swarm eher zurückhaltend und teilweise zu langsam. Das führt dazu, dass der typische Flow, der Spieler stundenlang fesseln kann, hier nicht immer entsteht.

Temtem Integration: Gute Idee, mäßige Umsetzung
Ein großer Reiz des Spiels liegt natürlich in den Temtem selbst. Fans der Reihe freuen sich, bekannte Kreaturen wiederzusehen und ihre Fähigkeiten in einem neuen Kontext zu erleben. Allerdings wird dieses Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft: Die Unterschiede zwischen den Temtem sind vorhanden, aber nicht tiefgehend genug, die strategische Vielfalt bleibt begrenzt und die Verbindung zum Originalspiel wirkt eher oberflächlich. Hier hätten wir uns mehr kreative Mechaniken oder stärkere Individualisierung gewünscht.

Koop Modus
Eine der größten Stärken von Temtem: Swarm ist der Koop Modus. Gemeinsam mit Freunden zu spielen, bringt deutlich mehr Dynamik ins Gameplay. Im Koop entstehen interessante Teamkombinationen, das Spiel wird chaotischer, unterhaltsamer und der Wiederspielwert steigt spürbar. Allein kann das Spiel schnell repetitiv wirken, im Team entfaltet es deutlich mehr Spaß.
Fazit
Temtem: Swarm ist ein solider Genrevertreter mit interessanter Idee, der aber nicht das volle Potenzial ausschöpft. Es eignet sich gut für kurze Spielsessions, Gelegenheitsspieler und Fans der Temtem Reihe. Insgesamt bleibt das Spiel unterhaltsam, bringt aber wenig neue Ideen mit.











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