Invincible VS: im Test (PS5)

Mit Invincible VS liefert Quarter Up ziemlich genau das, was der Titel verspricht. Euch erwartet ein kompromissloses, visuell brachiales Superhelden-Prügelspiel, das die rohe Energie und den Stil der Serienvorlage konsequent in ein schnelles, zugängliches Fighting Game verwandelt. Anstelle glattgebügelter Comic-Action setzt das Spiel auf Wucht, Impact und spürbare Treffer, wodurch jeder Kampf intensiv wirkt. In unserem spoilerfreien Test verraten wir euch, wie sich Invincible VS spielt, wo seine Stärken liegen und ob der Titel seinem großen Namen wirklich gerecht wird.

Im Zentrum von Invincible VS steht ganz klar das 3v3-Tag-Gameplay. Jeder Kämpfer verfügt über individuelle Superkräfte, Spezialmanöver und eigene taktische Ansätze, wodurch die Kämpfe weit über simples Button-Mashing hinausgehen. Stattdessen sind präzises Timing, kluges Ressourcen-Management und das richtige Gespür für den Moment entscheidend. Wer Tag-Wechsel, Assists und den Boost-Meter effektiv kombiniert, kann verheerende Combo-Ketten entfesseln, die nicht nur stark aussehen, sondern auch spielentscheidend sind.

Trotz dieser Tiefe bleibt der Einstieg angenehm einfach. Auto-Combos, umfangreiche Tutorials und ein Trainingsmodus helfen dabei, schnell reinzukommen, während eine vereinfachte Steuerung insbesondere Neulingen den Start erleichtert. Gleichzeitig bietet das Kampfsystem genug Spielraum für Veteranen des Genres: Counter-Tags, Armor-Breaks und das gezielte Zusammenspiel der Teammitglieder sorgen für strategische Tiefe und spannende Dynamiken im Match.

Optisch dürfte Invincible VS vor allem Fans der Vorlage sofort packen. Die Kämpfe inszenieren sich wie ein entfesselter Mix aus Blut, Zerstörung und purem Superhelden-Chaos. Jede Auseinandersetzung wirkt wie eine Szene aus der Serie, die man selbst spielen kann. Auch die Arenen greifen bekannte Schauplätze auf und bieten Abwechslung, ohne den Wiedererkennungswert zu verlieren. Locations wie Hometown Invasion, die Himalayas oder Titan’s Penthouse dürften Fans der Serienvorlage direkt wiedererkennen.

Auch beim Soundtrack gibt es ordentlich was auf die Ohren. Hier gibt es elektronische Beats, die mit düsterer, cineastischer Wucht harmoniert. Das unterstreicht perfekt die Tonalität des Spiels, das ständig zwischen epischem Pathos und brutaler Gewalt pendelt. In Kombination mit den Cinematics des Story-Modus entsteht der Eindruck, man spiele tatsächlich eine neue Episode der Serie. Nnur mit deutlich mehr Kontrolle über das Geschehen.

Großer Serienableger mit Schwächen

Invincible VS überzeugt in vielen Bereichen, leistet sich aber ausgerechnet im Story-Modus eine spürbare Schwäche, die vor allem Solo-Spieler enttäuschen könnte. Zunächst überwiegt allerdings der positive Eindruck. Mit etwas mehr als 40 Minuten hochwertig inszenierter Zwischensequenzen bietet das Spiel eine cineastische Präsentation, die sich absolut sehen lassen kann. Die Story ist komplett auf Englisch vertont und setzt auf die Originalsprecher, was die Atmosphäre enorm verstärkt und Fans direkt abholt. Inhaltlich geht es dabei gewohnt kompromisslos zur Sache: abgefahren, brutal und genau im Ton der Vorlage.

Doch genau hier liegt auch das Problem: Trotz der starken Inszenierung ist der Story-Modus bereits nach rund zwei Stunden (je nach Schwierigkeitsgrad) abgeschlossen. Das wirkt im Gesamtbild zu knapp und hinterlässt das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre. Gerade weil die erzählerische Qualität stimmt, hätte man sich hier deutlich mehr Umfang und Tiefe gewünscht, um das Potenzial voll auszuschöpfen.

Großartiger Online Modus

Der Online-Modus von Invincible VS orientiert sich an den Standards moderner Fighting Games und bietet alles, was für langfristige Motivation nötig ist. Neben den klassischen Ranked-Matches, in denen ihr euch mit anderen Spielern messen und im Rang aufsteigen könnt, stehen auch Casual-Lobbys zur Verfügung, die ein deutlich entspannteres Spiel ermöglichen. Besonders angenehm ist, dass ihr hier schnell Anschluss findet, wenn ihr einfach nur Matches ohne Druck bestreiten wollt.

Technisch setzt das Spiel auf stabile Verbindungen und ein flüssiges Kampferlebnis, bei dem Eingaben präzise umgesetzt werden. Dies ist ein entscheidender Punkt für ein Fighting Game dieser Art. Das 3v3-Tag-System entfaltet online noch einmal eine ganz eigene Dynamik, da menschliche Gegner deutlich unberechenbarer agieren als die KI. Dadurch entstehen intensive Matches, in denen Reaktion, Timing und Team-Synergien den Unterschied machen. Langfristig lebt der Online-Modus natürlich von seiner Community. Sollte sich hier eine aktive Spielerschaft etablieren, bietet Invincible VS alle nötigen Bausteine für kompetitives Spielen.

Fazit

Invincible VS wirkt wie ein Fighting Game, das seine Vorlage nicht nur versteht, sondern konsequent weiterdenkt. Das 3v3-Tag-System, die kompromisslose, brachiale Präsentation und die eigens inszenierte Originalgeschichte greifen stimmig ineinander und ergeben ein Gesamtpaket, das sowohl Fans der Serie als auch Genre-Enthusiasten anspricht. Gleichzeitig punktet das Spiel mit einer guten Zugänglichkeit, ohne dabei an spielerischer Tiefe einzubüßen. Trotz kleiner Schwächen, wie der etwas zu kurze Story-Modus, überwiegt der positive Eindruck. Besonders im Online-Bereich steckt viel Potenzial für langfristige Motivation. Vorausgesetzt, das Balancing und die Community entwickeln sich stabil.

Unterm Strich zeigt sich hier klar der Anspruch: Invincible VS will kein reines Lizenzspiel sein, sondern ein eigenständiges, ernstzunehmendes Fighting-Game. Wenn die Entwickler diesen Kurs konsequent weiterverfolgen, könnte sich das Spiel als überraschend starker Vertreter seines Genres etablieren.

Invincible VS
Fazit
nvincible VS wirkt wie ein Fighting Game, das seine Vorlage nicht nur versteht, sondern konsequent weiterdenkt. Das 3v3-Tag-System, die kompromisslose, brachiale Präsentation und die eigens inszenierte Originalgeschichte greifen stimmig ineinander und ergeben ein Gesamtpaket, das sowohl Fans der Serie als auch Genre-Enthusiasten anspricht.
Positiv
Dynamisches 3v3-Tag-Gameplay mit viel taktischer Tiefe
Gute Zugänglichkeit dank Auto-Combos
Hochwertige Cinematics mit Originalsprechern
Solider Online-Modus
Negativ
Story-Modus insgesamt zu kurz geraten
Für Solo-Spieler etwas wenig Umfang
Keine große Auswahl an Spielmodis
7.5
Gut
Hey, ich bin Pascal - 27 Jahre alt und Gründer von Hinsusta. Ich bin für alle Bereiche auf der Webseite zuständig. Mein Schwerpunkt liegt allerdings auf Reviews und News rund um das Thema Current-Gen.