The Adventures of Elliot: The Millenium Tales – im Test (PS5)

The Adventures of Eliot: The Millennium Tales ist der Versuch von Square Enix, die beliebte HD-2D-Optik von Octopath Traveler und Co. in ein vollwertiges Action-RPG zu überführen. Dabei wirkt das Spiel wie eine Liebeserklärung an die alten Zelda- und Mana-Teile, kombiniert mit moderner Präsentation und einigen mutigen Designentscheidungen. Wie gut das Abenteuer wirklich ist, erfahrt ihr ohne Spoiler im Test.

Elliot ist ein klassischer JRPG-Protagonist. Er ist gutherzig und etwas naiv, aber entschlossen. Er verdient sein Geld als Abenteurer, um sein Waisenhaus zu unterstützen. Die Fee Faie ist dabei nicht nur sein Sidekick, sondern der emotionale Kern der Geschichte. Ihre bruchstückhaften Erinnerungen verleihen der Reise eine persönliche Note.

Das Besondere ist allerdings der Aufbau über die vier Zeitalter: vom „Age of Safekeeping“, in dem ein Schutzzauber das Königreich Huther vor Bestien schützt, bis hin zum „Age of Budding“, dem Ursprung der Zivilisation. Jedes Zeitalter erzählt seine eigene kleine Tragödie und Hoffnungsgeschichte, während sich im Hintergrund eine größere, tausendjährige Bedrohung entfaltet. Thematisch gehen wir nicht auf die Story komplett ein, da diese einige Überraschungen und Wendungen zu erzählen hat.

The Legend of Elliot?

Anstelle eines rundenbasierten Kampfsystems (wie man es eben von SquareEnix kennt) setzt Elliot komplett auf Echtzeit-Action. Dabei fälltr besonders auf, dass sich Elliot ähnlich spielt, wie die aktuellöen Zelda spiele. Kämpofen, Rätseln und erkunden mit viel Freude. Elliot steuert man direkt, wir weichen aus, blocken mit dem Schild und kombinieren leichte und starke Angriffe. Das Herzstück sind die sieben Waffentypen, die wir in der Welt finden können. Von schnellen Schwertern über Speere und Bögen bis hin zu Bomben, Hämmern und Kettenwaffen. Hier haben wir alles, um unser Spielstil perfekt anzupassen – oder auch eben um über einige blockierte Wege zu kommen.

Jede Waffe hat dabei einen eigenen Spezialangriff, was zur Experimentierfreude einlädt, welche gerade auf dem höheren Schwierigkeitsgrad sich besonders entfaltet. Das Trefferfeedback ist solide, wenn auch nicht perfekt: Manchmal wirkt das Hitstop etwas zu dezent, dafür sorgen Elementeffekte und Faies Unterstützung für die nötige Wucht.

Eine große Welt

Philabieldia ist als Kontinent in mehreren Epochen erlebbar. Je nach Zeitalter verändern sich Dörfer, Ruinen, Feindtypen und sogar die Stimmung deutlich. Besonders schön ist, dass wirdieselben Orte im Verfall, im Wiederaufbau oder im goldenen Zeitalter sehen und so das Gefühl bekommen wirklich durch Zeitlinien zu wandern, statt nur Biome abzuklappern.

Leveltechnisch mischt Elliot klassische Dungeons mit kleinen Rätselpassagen, Plattforming-Einlagen. Die Struktur erinnert wie bereits erwähnt an Zelda Spiele, bietet aber moderne Quality-of-Life-Features wie Schnellreise, einen anpassbaren Schwierigkeitsgrad und eine deutliche Signalisierung, wenn Sidequests in der Nähe sind.

Eine wunderschöne Pixel Optik

Optisch spielt Elliot in der obersten Liga der HD-2D-Spiele. Detailreiche Sprite-Figuren, volumetrische Lichteffekte, Parallax-Hintergründe und weiche Übergänge zwischen Innen- und Außenbereichen erzeugen eine nahezu dioramaartige Tiefe. Auf der PS5 profitiert man zusätzlich von stabilen 60 fps und kurzen Ladezeiten.

Akustisch setzt das Spiel auf einen orchestral-melodischen Soundtrack mit deutlichem JRPG-Einschlag, der die verschiedenen Epochen stimmungsvoll untermalt. Die japanische und englische Sprachausgabe bewegen sich auf gutem Niveau. Vor allem Faies Sprecherin sticht heraus, sie kann aber je nach persönlicher Toleranz für „plappernde Feen“ auch nerven.

Ein gelungenes Spiel mit kleinen Problemen

Trotz vieler Stärken leistet sich Elliot einige Schwächen. So kann sich die Struktur durch das wiederholte Abklappern der Epochen mit der Zeit etwas repetitiv anfühlen, insbesondere, wenn man alle Sidequests und optionalen Herausforderungen absolvieren möchte. Zum anderen setzen manche Dungeons stark auf bekannte Muster, anstatt das Zeitreise-Setup konsequent für kreative Rätsel zu nutzen.

Andererseits wirkt das Trefferfeedback im Kampf nicht immer so knackig, wie man es sich von einem reinen Action-RPG wünschen würde. Außerdem kann die Kamera in engen Räumen etwas unübersichtlich werden. Kleinigkeiten wie gelegentliche Framerate-Drops oder leichtes Balancing in bestimmten Bossen runden den Eindruck ab, dass hier nicht alles so fein geschliffen ist wie bei Genre-Referenzen.

Fazit

The Adventures of Elliot: The Millennium Tales ist ein liebevoll inszeniertes HD-2D-Action-RPG, das mit seinem Zeitreise-Konzept, der Beziehung zwischen Elliot und Faie sowie dem vielseitigen Waffensystem eine eigene Identität findet.The Adventures of Elliot: The Millennium Tales begeistert mit seiner berührenden Geschichte und einem Abenteuer, das Vergangenheit und Zukunft auf eindrucksvolle Weise verbindet. Es ist Wunderschön von Anfang bis Ende. Mit einer Spielzeit von knapp 30 Stunden kann das Abenteuer eingefleischte RPG Fans voll und ganz abholen trotz seiner kleineren Mängel.

The Adventures of Elliot: The Millennium Tales
Fazit
The Adventures of Elliot: The Millennium Tales begeistert mit seiner berührenden Geschichte und einem Abenteuer, das Vergangenheit und Zukunft auf eindrucksvolle Weise verbindet. Es ist Wunderschön von Anfang bis Ende.
Positiv
Wunderschöne HD‑2D-Optik
Gelungenes Echtzeit-Kampfsystem
Magicite- und Upgrade-System lädt zum Tüfteln an Builds ein
Flexible Schwierigkeitsgrade
Negativ
Etwas repetitiv ab der Hälfte der Spielzeit
Gelegentlich zu viel Handholding
Lokaler Koop Modus nicht überzeugend
8
Sehr Gut
Ich bin bei Hinsusta für News und Reviews zuständig. Mein All-Time Favorit ist der Landwirtschaftssimulator.