Mit The Casting of Frank Stone erscheint ein neuer Titel von Supermassive Games, der sich mit dem neuen Serien-Ableger auf das Geschichtenerzählen im Dead by Daylight-Universum konzentriert. Dabei verfolgt der neue Titel nicht nur eine interessante Geschichte, sondern macht uns zu echten Regisseuren, in denen wir das Schicksal der jungen Teenager in unseren Händen halten. Wir haben The Casting of Frank Stone für euch genauer unter die Lupe genommen und verraten ohne Spoiler, was euch erwartet.
In The Casting of Frank Stone schlüpfen wir in die Rolle junger Teenager, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, einen blutigen Horrorfilm zu drehen. Die gruselige Kleinstadt Cedar Hills dient dafür als perfekte Filmvorlage, denn die Stadt ist bekannt für ihre eher unheimliche und verstörende Vergangenheit, in der grausame Taten geschahen. So entführte der Namensgeber Frank Stone Kinder für dubiose Rituale in das mittlerweile stillgelegte Stahlwerk. Solche Geschichten sind natürlich verlockend für eine Gruppe von Teenagern, die sich – typisch für die 80er Jahre – mit einer Super-8-Kamera ausstatten, um den perfekten Horrorfilm zu drehen. Allerdings gibt es einen gruseligen Twist, denn Frank Stone hat von unseren Dreharbeiten Wind bekommen, so dass dieser Ausflug für die Teenager eher traumatisierend wird. Aus Spoilergründen gehe ich nicht tiefer in die Geschichte ein.

Im Wandel der Zeit
Während wir die Teenager in den 80er Jahren begleiten, erzählen wir parallel dazu die Geschichte von Madison, die eine Einladung in das Herrenhaus erhält. Hier wird der Film „Murder Mill“ thematisiert, denn die letzte und einzige Kopie befindet sich genau in diesem Anwesen. Der Film scheint verflucht zu sein, denn jeder, der ihn gesehen hat, ist in eine blutige Mordmaschinerie geraten. Auch hier gehe ich aus Spoiler-Gründen nicht weiter auf die Handlung ein. Das Spiel ist nämlich relativ kurz, weshalb ich nicht viel von der Handlung verraten möchte. Durch den Wechsel der Zeitstränge entsteht eine interessante Geschichte, die allerdings viel Potential verschenkt, da sich die Charaktere nicht richtig entwickeln können und es somit stellenweise an Tiefe fehlt.

The Casting of Frank Stone hat im Prinzip das perfekte Universum, um eine interessante Geschichte zu erzählen. Diese entfaltet sich jedoch nicht vollständig, da das Spiel bereits nach ca. sechs Stunden zu Ende ist. Tatsächlich braucht das Spiel am Anfang etwas, um spannend zu werden. Atmosphärisch kann das Spiel aber von Anfang an mit einer wirklich tollen Kulisse aufwarten. Die Lichteffekte sind erstklassig inszeniert und die Kameraperspektiven fügen sich perfekt in die gruselige Szenerie ein. Hier gibt es viele liebevolle Details, die zu Beginn für interessante Szenen sorgen, die Lust auf mehr machen. Auch grafisch setzt das Spiel auf viele liebevolle Details, die den spielbaren interaktiven Film lebendig wirken lassen. Hier hat natürlich Supermassive Games die Nase vorn, denn sie haben die interaktiven Horrorspiele schließlich ins Leben gerufen.

Entscheidungen, die das Spiel beeinflussen?
Das Gameplay hat sich im Vergleich zu anderen Titeln nicht wirklich verändert. Wir haben Entscheidungen, mit denen wir das Schicksal der Charaktere beeinflussen und damit natürlich auch das Schlimmste verhindern können. Neu sind allerdings die ikonischen Skill Checks, die Fans von Dead by Daylight bereits kennen dürften. Dabei handelt es sich um Quick-Time-Events (QTE), mit denen wir in kniffligen Situationen konfrontiert werden. Wenn wir dort ein QTE vermasseln, kann das böse enden. Weniger schlimm sind die Entscheidungen. Hier hat Super Massive Games leider nicht viel dazugelernt, denn auch in The Casting of Frank Stone wirken sich diese nur marginal auf die Story aus, so dass sich anfangs nur einige Dialoge ändern und andere Szenen auftauchen. Jede Entscheidung hat leider keine gravierenden Auswirkungen auf die Geschichte bis aus zwei, welche auch jeweils ein Achievement geben.

Viele Dead by Daylight referenzen
Da The Casting of Frank Stone in der Welt von Dead by Daylight spielt, bekommen wir auch hier viele Hinweise, wenn wir auf Erkundungstour gehen. Positiv ist hier, dass wenn wir kurz davor sind, in ein anderes Gebiet zu wechseln, es einen kleinen Hinweis in Form von „Halte die Taste gedrückt, um die Tür zu öffnen“ gibt. So wissen wir, wenn wir weitergehen, kommen wir nicht mehr zurück. So können wir die Gebiete noch einmal schnell erkunden, um die fehlenden Collectibles einzusammeln, die auf viele Elemente von Dead by Daylight anspielen.

Insgesamt hat The Casting of Frank Stone viele Schwächen, aber auch Stärken! Die Besetzung ist natürlich gelungen und die Story verfolgt interessante Ansätze. Leider fehlt es etwas an Action und mir persönlich ist das Spiel etwas zu kurz geraten. Hier hätte ich mir etwas mehr Spielzeit gewünscht, damit auch die Action nicht zu kurz kommt. Da das Universum von Dead by Daylight ziemlich groß ist, bin ich gespannt, ob Super Massive Games nun auch eine neue Serie herausbringen wird. Ich würde es mir wünschen. The Casting of Frank Stone ist ein solides Adventure, bei dem aber viel Potenzial verschenkt wurde. Ich bin gespannt, was uns in Zukunft noch erwartet.#

Fazit
The Casting of Frank Stone ist ein interaktiver Horror Film in Kinoqualität, der uns eine spannende Geschichte aus Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Mit einer Spielzeit von rund sechs Stunden kommt das Abenteuer allerdings etwas zu kurz. The Casting of Frank Stone überzeugt durch seine atemberaubende Kulisse, schwächelt aber stellenweise durch fehlende Action und Entscheidungen, die nur marginale Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben. Dennoch sind wir gespannt auf einen weiteren Titel aus dem Dead by Daylight-Universum. Vor allem die schauspielerische Leistung ist Super Massive Games gelungen und haucht dem B-Movie Flair ein lebendiges Erlebnis ein.
Das Spiel wurde auf einem High-End-PC von Mifcom getestet (i7 Prozessor 14700, RX 7900 XT, 32GB DDR5 RAM). Teschniche Probleme hatten wir keine.
The Casting of Frank Stone ist ab sofort für Playstation 5, Xbox Series X/S und PC erhältlich. Den aktuellen Trailer gibt es hier:









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