Nice Day for Fishing: im Test

Manchmal sind es gerade die unscheinbaren Spiele, die einen am meisten packen. Nice Day for Fishing ist genau so ein Titel – ein liebevoll gestaltetes, überraschend tiefgründiges Abenteuer darüber, was geschieht, wenn ein einfacher NPC seine gewohnte Spur verlässt und plötzlich als Held gefragt ist. Wir haben das neue Cozy Game von Entwickler FusionPlay und Publisher Team17 Software Ltd für euch getestet! Mehr im Kurztest.

In Nice Day for Fishing schlüpfen wir in die Rolle von Baelin, ein Fischer, der in der Viva La Dirt League-Serie einfach nur seine Ruhe wollte. Doch aus einem gemütlichen Angeltag wird plötzlich ein Abenteuer, als sämtliche Helden dieser Welt spurlos verschwinden. Und wer bleibt übrig, um das Dorf Honeywood zu retten? Richtig: ein Mann mit einer Angelrute, einem Eimer und einer beachtlichen Portion unbeholfenen Muts.

Was sofort zündet, ist der Humor. Nice Day for Fishing ist sich seiner Albernheit vollkommen bewusst – und genießt sie. Jeder Dialog zwinkert dir zu, jede Quest macht sich liebevoll über Rollenspiel-Klischees lustig. Für Fans der YouTube-Serie ist das hier ein Heimspiel, aber auch Neulinge werden mit offenen Armen empfangen – von einer Welt, die sich herzlich selbst auf die Schippe nimmt.

Spielerisch ist das Ganze eine kuriose Mischung aus Adventure, RPG und Angelsimulation. Du kämpfst nicht mit Schwertern, sondern mit Haken, Seilen und stoischer Geduld. Und ja – die Fische kämpfen zurück. Das Angeln ist überraschend fordernd: gutes Timing, clevere Upgrades und ein bisschen Glück machen den Unterschied. Aus einem vermeintlich simplen System wächst mit jedem Fang ein unerwartet tiefes Spiel.

Optisch versprüht Honeywood bunten Pixel-Charme. Jeder Baum, jedes Häuschen wirkt lebendig, als hätte sich jemand in jedes Sprite verliebt. Dazu läuft ein sanfter, fast melancholischer Soundtrack, der still auf die leisen Momente im Leben hinweist – wenn man einfach nur am Ufer steht und dem Wasser zuhört.

Natürlich hat auch dieses Spiel seine Schwächen. Manche Quests wirken etwas zu bekannt, der Humor trifft nicht jeden Geschmack. Doch das alles ist leicht zu verzeihen. Denn Nice Day for Fishing will kein Blockbuster sein. Es will warm sein, schrullig, menschlich – und das gelingt ihm auf wundervolle Weise.

Fazit

Nice Day for Fishing ist ein charmantes Indie-Abenteuer, das zeigt, wie viel Herz in einem scheinbar kleinen Spiel stecken kann. Mit seinem schrägen Humor, der liebevollen Pixel-Optik und dem ungewöhnlichen Mix aus Angeln und RPG überrascht es immer wieder – mal zum Lachen, mal zum Nachdenken. Es ist kein episches Blockbuster-Erlebnis, sondern ein ruhiges, humorvolles Spiel über Mut, Routine und die kleinen Abenteuer des Alltags. Wer sich auf die entspannte Atmosphäre einlässt, wird mit einem einzigartigen Spielerlebnis belohnt, das lange nachwirkt.

Nice Day for Fishing
Fazit
Nice Day for Fishing ist ein charmantes Indie-Abenteuer, das zeigt, wie viel Herz in einem scheinbar kleinen Spiel stecken kann. Mit seinem schrägen Humor, der liebevollen Pixel-Optik und dem ungewöhnlichen Mix aus Angeln und RPG überrascht es immer wieder – mal zum Lachen, mal zum Nachdenken.
Positiv
Charmanter Humor
Wunderschöne Pixel-Optik
Negativ
Wiederholende Quests
Kaum Tiefgang bei RPG-Elementen
7
Gut