Mit Outbound schickt uns das Team von Square Glade Games auf einen Roadtrip der etwas anderen Art. In dieser gemütlichen Open-World-Erkundung tauschen wir das graue Stadtleben gegen einen E-Camper und eine utopische, naturbelassene Zukunft ein. Das Ziel? Ein autarkes Leben führen, die Welt entdecken und das eigene Zuhause auf Rädern zur ultimativen Wohlfühloase ausbauen.
In Outbound beginnen wir lediglich mit einem „leeren“ Fahrzeuggehäuse. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem modularen Bausystem: Wir fertigen Möbel an, installieren Arbeitsstationen und gestalten unser mobiles Zuhause ganz nach unseren Vorstellungen. Besonders interessant ist dabei das Energie-Management. Da unser Wohnmobil rein elektrisch betrieben wird, sind wir darauf angewiesen, die Energie von Sonne, Wind und Wasser zu nutzen, um unsere Geräte und den Motor zu versorgen.

Freiheit auf vier Rädern
Das Spielprinzip ist angenehm entschleunigt und eignet sich perfekt, um für ein paar Stunden in eine andere Welt abzutauchen. Man erkundet verschiedene Biome und sammelt Ressourcen. Wer nicht gerne alleine reist, kann sich im Online-Koop mit bis zu vier Spielern zusammentun, um gemeinsam an der perfekten Fahrzeugflotte zu basteln.
Ein Highlight für Tierfreunde ist die „Pfoten & Schnurrhaare“-Hütte. Hier können wir einen Hund, adoptieren. Er ist nicht nur ein einfacher Begleiter, sondern auch eine wertvolle Unterstützung. Streicheln, Füttern und Trainieren sind dabei wichtige Aspekte.

Logistik-Hürden und Tower-Running
Trotz der tollen Grafik und der passenden, wenn auch etwas monotonen Musik gibt es einige Herausforderungen. Eine zentrale Rolle spielen hierbei die Tower: Diese sind essenziell für den Fortschritt, da man dort zwingend notwendige Blueprints (Blaupausen) freischalten muss. Ohne diese Pläne ist es nicht möglich, neue Teile im Van zu konstruieren, fortgeschrittene Werkzeuge herzustellen oder diese zu verbessern. Das System zur Freischaltung mittels dieser Blaupausen kann jedoch mühsam werden. Da man für jede neue Technologie wiederholt zu bestimmten Ausgangspunkten zurückkehren muss.
Das wiederholte Zurückverfolgen von Wegen ist auf Dauer eintönig, und die Freude am freien Erkunden schwindet etwas. Hinzu kommt, dass zu Beginn des Spiels die Inventarkapazität recht begrenzt ist. Da man oft weit weg vom Camper nach Materialien sucht, führen die vollen Taschen zu häufigen und teils anstrengenden Fußmärschen. Dieses Problem legt sich zwar im Spielverlauf durch Upgrades, sorgt aber für einen zähen Start. Auch die Tage könnten für meinen Geschmack einen Tick länger sein, da die Zeit beim Bauen oft wie im Flug vergeht.

Technisch charmant mit kleinen Komfort-Lücken
Optisch ist Outbound sehr ansprechend, die Welt wirkt lebendig und die Performance ist stabil. Dennoch könnte die Übersichtlichkeit an manchen Stellen verbessert werden. Ein In-Game-Handbuch oder ein „Rohstoff-Lexikon“ wäre hierbei eine für mich persönlich wünschenswerte Ergänzung. Da man häufig vergisst, in welchem Biom welche Pflanze oder welches Metall zu finden ist, wäre ein Nachschlagewerk eine enorme Erleichterung für den Spielfluss.

Fazit
Outbound ist super für alle „Cozy Game“-Fans, die vom unabhängigen Leben träumen. Die Mischung aus Basenbau auf Rädern und entspannter Erkundung motiviert, auch wenn es kleine Schwächen beim Pacing und der Übersicht gibt.










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