Saros: im Test (PS5)

Mit Saros knüpft Housemarque nahtlos an Returnal an und setzt dabei noch einen drauf. Das Studio bleibt seiner kompromisslosen Action-DNA treu und liefert ein Sci-Fi-Erlebnis, das brutal, schnell und gleichzeitig unglaublich motivierend ist. Jeder Fehler hat Konsequenzen, jeder Sieg fühlt sich verdient an und genau daraus zieht Saros seine enorme Stärke. Wi rhaben Saros für euch getestet und verraten euch ohne Spoiler, warum der Titel ein echter Hit ist!

In Saros schlüpfen wir in die Rolle von Arjun Devraj, ein Vollstrecker des mächtigen Soltari-Konzerns. Seine Aufgabe klingt zunächst simpel. Auf dem Planeten Carcosa sollen mehrere verschwundene Expeditionen untersucht werden. Doch natürlich bleibt es nicht dabei.

Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass auf Carcosa nichts normal ist. Die Umgebung wirkt feindselig, die Zeit scheint sich zu verzerren und überall stoßen wir auf Hinweise, dass der Soltari-Konzern deutlich mehr weiß, als er offiziell zugibt. Saros erzählt seine Geschichte nicht durch endlose Cutscenes, sondern durch Atmosphäre, Gespräche, Logs und Rückblenden. Gerade diese Rückblenden gehören zu den spannendsten Elementen des Spiels. Sie sorgen dafür, dass die Handlung nach und nach greifbarer wird, und sie verleihen dem gesamten Sci-Fi-Mysterium deutlich mehr Tiefe.

Sci-Fi mit Stil

Optisch liefert Housemarque genau das, was wir erwartet haben. Carcosa sieht nicht wie irgendein generischer Alien-Planet aus, sondern wie ein bewusst verstörend und unberechenbar gestalteter Ort. Riesige Strukturen ragen in den Himmel, dunkle Farbpaletten treffen auf grelle Effekte und überall entsteht das Gefühl, dass dieser Planet einen eigentlich nicht dort haben wil

Dazu kommt die audiovisuelle Inszenierung, die permanent Druck aufbaut. Projektile füllen den Bildschirm, Explosionen zerreißen die Umgebung und Bosskämpfe sind ein echtes Action-Feuerwerk. Genau hier zeigt sich die große Stärke von Housemarque: Das Studio versteht es wie kaum ein anderes, Gameplay und Präsentation zu einem einzigen Adrenalinschub zu verschmelzen. Saros will nicht einfach nur beeindrucken, sondern uns stressen, überfordern und gleichzeitig extrem süchtig machen.

Das Gameplay ist der eigentliche Star.

So spannend die Story auch sein mag, das Herzstück bleibt das Gameplay. Und genau dort liefert Saros absolut ab. Housemarque bleibt seinem Stil treu und kombiniert schnelle Third-Person-Action mit Bullet-Hell-Elementen, aggressivem Movement und einem Kampfsystem, das volle Konzentration verlangt. Dauerhaftes Ausweichen, perfekte Positionierung und blitzschnelle Entscheidungen sind Pflicht. Wer hektisch spielt, wird gnadenlos bestraft.

Neu sind vor allem das Schildsystem und die Parade-Mechanik. Der Energieschild absorbiert bestimmte Projektile und verwandelt sie in Ressourcen, während Paraden besonders gefährliche Angriffe kontern können. Dadurch entsteht deutlich mehr Dynamik als in Returnal. Das Kampfsystem wird taktischer, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren. Oft entscheidet nicht mehr nur das Aim oder die Reflexe, sondern auch die Frage, wann wir Risiko eingehen und wann wir defensiv bleiben. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass sich Kämpfe extrem intensiv anfühlen. Und wie schon bei Returnal entsteht irgendwann dieser Moment, in dem plötzlich alles „klickt“. Bewegungen werden flüssiger, Kämpfe kontrollierter und Bosse verlieren ihren Schrecken. Dieses Gefühl von echtem Fortschritt ist die größte Stärke von Saros.

Anspruchsvoll, aber motivierend.

Saros mag zwar anspruchsvoll sein, allerdings können wir dank Modifikatoren den Schiweigkeitsgrad anpassen. Niederlagen fühlen sich selten unfair an. Stattdessen entsteht fast immer das Gefühl, dass man selbst besser werden kann. Neue Runs laufen reibungsloser ab, Gegner werden effektiver besiegt und selbst chaotische Situationen wirken mit der Zeit kontrollierbar.

Im Vergleich zu Returnal ist Saros wie eingangs erwähnt auch zugänglicher geworden. Zwar gibt es weiterhin keine klassischen Schwierigkeitsgrade, doch spätere Anpassungen und Modifikationen bieten uns mehr Möglichkeiten, unseren Spielstil anzupassen. Das macht das Spiel angenehmer, ohne die eigentliche Herausforderung zu zerstören, auch wenn manche Hardcore-Fans genau diese gnadenlose Härte vielleicht vermissen könnten.

Trotz seiner vielen Stärken ist Saros nicht frei von Problemen. Insbesondere der Einstieg könnte einige Spieler vergraulen.Die Handlung braucht eine Weile, bis sie richtig in Fahrt kommt, und Arjun bleibt anfangs überraschend distanziert. Erst nach mehreren Stunden entfaltet die Geschichte ihre emotionale Wirkung vollständig. Wer direkt zu Beginn eine extrem starke Bindung zur Hauptfigur erwartet, muss etwas Geduld mitbringen.

Auch die Spielsysteme sind nicht immer optimal erklärt. Viele Mechaniken, Synergien oder Werte werden nur angedeutet statt ausführlich erklärt. Das passt zwar zur Philosophie des Spiels, kann aber gerade am Anfang überfordernd wirken. Saros erwartet von uns, dass wir experimentieren, testen und lernen wollen. Wer dazu keine Lust hat, wird vermutlich schneller aussteigen.

Fazit

Saros ist kompromisslos, brutal und stellenweise fast schon überwältigend! Genau das macht seinen Reiz aus. Housemarque liefert mit diesem Spiel erneut einen Titel ab, der weniger auf Spektakel und mehr auf pures Spielgefühl setzt. Die Mischung aus aggressiver Sci-Fi-Atmosphäre, extrem präzisem Gameplay und motivierender Lernkurve macht Saros zu einem der intensivsten Action-Erlebnisse der letzten Jahre. Nicht jeder wird damit warm werden. Wer sich jedoch auf das Spiel einlässt, erlebt ein echtes Ausnahme-Spiel.

Saros ist ein stilvolles, gnadenloses und mechanisch herausragendes Sci-Fi-Actionspiel, das genau versteht, warum Scheitern manchmal unglaublich viel Spaß machen kann. Für die richtige Zielgruppe ist das hier ein Pflichtkauf.

Saros
Fazit
Saros ist ein stilvolles, gnadenloses und mechanisch herausragendes Sci-Fi-Actionspiel, das genau versteht, warum Scheitern manchmal unglaublich viel Spaß machen kann. Für die richtige Zielgruppe ist das hier ein Pflichtkauf.
Positiv
Extrem befriedigendes Gameplay
Starkes Sci-Fi-Art-Desig
Hoher Wiederspielwert
Präzise Third-Person-Action mit intensiven Bullet-Hell-Kämpfen
Negativ
Story braucht lange, bis sie wirklich packt
Manche Systeme und Werte werden zu schlecht erklärt
9
Hervorragend
Hey, ich bin Pascal - 27 Jahre alt und Gründer von Hinsusta. Ich bin für alle Bereiche auf der Webseite zuständig. Mein Schwerpunkt liegt allerdings auf Reviews und News rund um das Thema Current-Gen.