Closer the Distance ist eine emotionale Slice-of-Life-Simulation von Osmotic Studios, die uns auf eine unvergessliche Reise mitnimmt, um der Gesellschaft von Yesterby dabei zu helfen, über ihren Verlust hinwegzukommen. Das Spiel ist jedoch viel mehr als nur eine Simulation und verbindet eine herzzerreißende und bewegende Geschichte. Wir haben Closer the Distance für euch genauer unter die Lupe genommen und verraten euch ohne spoiler im Test, was euch erwartet.
In Closer the Distance schlüpfen wir in die Rolle der jungen Conny, die eines Abends mit einer traurigen Nachricht konfrontiert wird. Das Spiel beginnt mit dem Thema Tod, denn ihre Schwester Angela ist bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen, wodurch die Welt von Conny in zwei Teile zerbricht. Der Schicksalsschlag trifft natürlich nicht nur Conny, sondern das ganze Dorf Yesterby. Closer the Distance greift hier ein schwieriges und wichtiges Thema auf, denn im Spiel lernen wir, mit der Trauer umzugehen, die sich im Dorf widerspiegelt, denn jeder trauert auf seine Weise, um langsam wieder in den normalen Alltag zurückzufinden.

Um die Geschichte nicht zu sehr zu spoilern, verzichte ich darauf zu erwähnen, warum Angelas Tod ein ganzes Dorf in Trauer versetzt. Allerdings geschieht etwas Seltsames, denn Conny kann ihre Schwester Angela noch hören, was es ihr schwer macht, loszulassen. Hier beginnt das Spiel eine interessante und atmosphärisch starke Geschichte zu erzählen, die wir sogar ein wenig beeinflussen können, denn während unserer Trauer erleben wir gleichzeitig auch den Alltag aller Dorfbewohner, denn hier simuliert das Spiel das ganze Leben der Bewohner, was das Spiel sehr authentisch wirken lässt, trotz kleiner Fehler, die aber nicht wirklich stören.

Die Sims trifft auf eine herzzerreißende Geschichte
Ähnlich wie beim Spiel „Die Sims“ agieren wir in Closer the Distance, denn es geht darum, die Bedürfnisse der verschiedenen Charaktere im Dorf zu befriedigen und ihren Tagesablauf zu optimieren. Jede Aktion, die wir ausführen, kann aber auch die Geschichte verändern. Wir können die Bedürfnisse der Dorfbewohner sehen und ihren Alltag beobachten, was uns zeigt, wie menschlich diese herzzerreißende Geschichte ist. Der Clou ist, dass alle Dialoge vertont sind, sogar auf Deutsch, was der Geschichte noch etwas mehr Tiefe verleiht. Allerdings schwächelt die Synchronisation an manchen Stellen, wenn die Emotionen gerade hochkochen und wirkt an manchen Stellen etwas gedämpft, wodurch die Atmosphäre nicht immer ganz authentisch wirkt.

Natürlich haben wir auch kleinere Nebenmissionen, die uns zu ganz alltäglichen Dingen schicken. Hier sieht man nicht nur, dass einige Dorfbewohner selbst mit einfachen Aufgaben überfordert sind, sondern punktet auch mit zwischenmenschlichen Dialogen, die uns selbst manchmal zum Nachdenken anregen. Closer the Distance ist wunderschön, auch wenn sich das Spiel eher um das Thema Trauer dreht. Gerade für Spielerinnen und Spieler, die eher ruhigere Spiele mögen, kann dieser Titel ein spannendes, aber auch berührendes Abenteuer sein, das durch seinen einzigartigen und wunderschönen Grafikstil besticht. Diese passen sich perfekt der Stimmung an und erwärmen auch bei einem eher schweren Thema an manchen Stellen die Seele.

Fazit
Mit Closer the Distance erscheint eine berührende Geschichte, die zu Tränen rührt. Closer the Distance behandelt ein schweres Thema, welches uns als Spieler auch zeigen kann, wie man mit Trauer sogar umgehen kann. Mit einer Spielzeit von knapp 15 Stunden erhalten wir ein im wahrsten Sinne des Wortes wunderschönes Slice-of-Life-Adventure, das sogar einen hohen Wiederspielwert hat. Wir können Closer the Distance empfehlen, auch wenn das Thema nicht unbedingt für jeden etwas ist.
Closer the Distance ist ab sofort für PC bei Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich. Den aktuellen Trailer gibt es hier:









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