Advertisements

Dying Light: The Beast – im Test (PS5)

Mit Dying Light: The Beast wagt Techland den nächsten Schritt seiner kultgewordenen Action-Survival-Horror-Reihe. Diesmal verschlägt es uns in die finsteren Castor Woods, einen Schauplatz, der nicht nur optisch Gänsehaut garantiert, sondern auch spielerisch ordentlich auf den Kopf stellt. Die eigentliche Neuerung liegt jedoch in uns selbst: Statt nur als Überlebende durchs Grauen zu streifen, tragen wir das Monster nun in uns. Wie sich dieser Kniff auf Parkour, Kampf und Atmosphäre auswirkt und was euch abseits der gewohnten Stärken erwartet, haben wir ausführlich ausprobiert. Natürlich wie immer spoilerfrei.

Kaum betretet ihr die knarzenden Pfade der Castor Woods, steigt euch schon der süßliche Geruch des Verfalls in die Nase. Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was euch hier erwartet. Die Sonne verschwindet zwischen schiefen Baumwipfeln, das hohe Gras raschelt kaum hörbar, und jeder Schritt könnte der Beginn eines atemlosen Fluchtversuchs sein. Ihr seid nicht einfach Überlebende in den Trümmern einer untergegangenen Welt, sondern diesmal tragt ihr das Monster tief in euch. Mensch oder Bestie? Wie es sich anfühlt, wenn die Horror-Reihe die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem sprengt? Willkommen zu eurem Survival-Trip durch Dying Light: The Beast.

Advertisements

In Dying Light: The Beast verschlägt es euch als Kyle Crane nach Castor Woods, einem einst idyllischen Feriengebiet, das nun von neuen Zombie-Gefahren und einer zerstörten Gesellschaft heimgesucht wird. Nach Jahren grausamer Experimente seid ihr nur noch halb Mensch, halb Bestie und ständig mit dem inneren Konflikt zwischen Menschlichkeit und monströsen Instinkten konfrontiert. Eure Aufgabe ist es, nicht nur ums Überleben zu kämpfen, sondern auch Rache am brutalen Baron zu nehmen, der für euer Schicksal verantwortlich ist. Da wir auf Story-Spoiler verzichten wollen, gehen wir an dieser Stelle nicht tiefer ins Detail. Erwähnenswert ist jedoch, dass die Handlung insgesamt etwas kürzer ausfällt als in den bisherigen Serienteilen. Mit einer Spielzeit von knapp 15 Stunden fällt Dying Light: The Beast spürbar kürzer aus, als viele Fans es wohl erwarten würden. Zwar bietet das Abenteuer einige packende Momente und intensive Highlights, doch im Vergleich zu den Vorgängern wirkt die Reise diesmal etwas kompakter gehalten.

Die schönste Open World der Reihe

Dying Light: The Beast zeigt sich grafisch und technisch von seiner besten Seite. Das idyllische Castor Woods ist detailreich, atemberaubend schön und nachts sogar extrem gruselig. Besonders wenn die Sonne durch die Baumkronen fällt, kommt man kaum aus dem Staunen heraus. Dying Light: The Beast ist zweifellos das optisch beeindruckendste Spiel der Reihe – und das darf man ruhig betonen. Beim Streifen durch die Straßen und weitläufigen Landschaften strotzt das Spiel nur so vor Details. Technisch läuft alles flüssig, und das sogar mit uncapped Frames.

Im Leistungsmodus läuft Dying Light: The Beast auf der PS5 Pro mit uncapped Frames und erreicht im Schnitt solide 66 FPS, ohne jemals unter die 60er-Marke zu fallen. Das sorgt für ein durchgehend flüssiges Spielerlebnis, das perfekt zum schnellen Parkour-Gameplay passt. Den Qualitätsmodus hingegen können wir weniger empfehlen. Optisch gibt es kaum Vorteile, während der Leistungsmodus nicht nur besser aussieht, sondern auch das insgesamt deutlich rundere Erlebnis liefert.

Die Welt von Dying Light: The Beast überzeugt mit wunderschönen und atmosphärischen Kulissen. Auf der PS5 Pro fällt zwar im Vergleich zur reinen PS5-Version die Detailtiefe in der Ferne etwas ab, doch der Gesamteindruck bleibt absolut solide und beeindruckt mit stimmigen Umgebungen. Vor allem wenn ihr euch zu Fuß durch die dichten Wälder kämpft oder mit dem Fahrzeug über unwegsames Gelände rast, zeigt das Spiel seine ganze visuelle Stärke. Dabei arbeitet die Engine zuverlässig ohne störende Pop-ins, was das intensive Eintauchen in die Zombie-Apokalypse zusätzlich unterstützt. So entsteht eine lebendige, glaubwürdige Spielwelt, die trotz kleinerer Kompromisse in der weiten Sicht glänzt.

Parkour trifft Brutalität

Beim Gameplay setzt Dying Light: The Beast auf die Stärken, die die Reihe schon immer ausgezeichnet haben: Parkour-Action, brutale Kämpfe und permanenter Überlebenskampf. Die Bewegungen durch die Castor Woods fühlen sich dynamisch und flüssig an. Ganz egal, ob wir über Dächer sprinten, an Felswänden klettern oder uns mit riskanten Sprüngen retten. Neu ist die Bestien-Mechanik, die unser Spielgefühl deutlich verändert. Als halb Mensch, halb Monster haben wir nicht nur Zugriff auf brachiale Nahkampfangriffe, sondern auch spezielle Fähigkeiten, die uns in kritischen Momenten das Überleben sichern. Dieses System bringt eine spannende Mischung aus Machtgefühl und Risiko mit sich, da wir ständig entscheiden müssen, wann wir unsere Kräfte einsetzen.

Die Kämpfe sind gewohnt intensiv und gnadenlos, egal ob gegen Zombies, Mutanten oder feindliche Gruppen. Ressourcenknappheit spielt erneut eine große Rolle! Heilung, Waffen und Munition sind rar und wollen gut eingesetzt werden. Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden bleibt jeder Fehler tödlich. Besonders im Koop-Modus entfaltet das Gameplay seinen vollen Reiz. Absprache, Taktik und gemeinsames Vorgehen sind entscheidend, um die gefährlichsten Situationen zu überstehen.

Auch das integrierte RPG-System kehr zurück. Das vereinfachte Crafting-System erlaubt es euch, Gegenstände schnell herzustellen oder zu modifizieren. Nicht mehr in der Open World zu finden sind Dietriche, die jetzt aus gesammelten Bauteilen selbst gefertigt werden müssen. Gleiches gilt für verschiedene Munitionstypen. Zusätzlich findet ihr Ausrüstungsgegenstände mit Boni, die das Überleben in der gnadenlosen Welt von Castor Woods erleichtern und eure Überlebenschancen verbessern. Diese finden wir hauptsächlich in den Darkzones oder durch Questbelohnungen. Zwar bieten uns Händler auch neue Gegenstände an, allerdings sind iese noch lange nicht so gut, wie die Gegenstände, die wir in der Spielwelt finden.

Zensur in Deutschland

Dying Light: The Beast erscheint in Deutschland ausschließlich digital. Schade ist allerdings, dass wir erneut eine geschnittene Fassung bekommen. Im Gegensatz zur ungeschnittenen Version werden in der deutschen Version einige Gewalt- und Gore-Effekte reduziert – zumindest nur an menschlichen Feinden. So ist das Zerstückeln menschlicher Gegner, wie das Abschlagen von Körperteilen, hier nicht möglich. Blut fließt zwar, ist jedoch etwas heller und weniger detailreich. Abgesehen von dieser Einschränkung unterscheidet sich die deutsche Fassung kaum vom Original. Das Spiel bleibt somit inhaltlich und spielerisch weitestgehend unverändert und bietet weiterhin das intensive Survival-Horror-Erlebnis in der finsteren Welt von Castor Woods.

Fazit

Dying Light: The Beast kehrt erfolgreich zu den Wurzeln der Serie zurück und wird besonders Fans des ersten Teils begeistern. Im Zentrum steht erneut Kyle Crane, dessen Geschichte in der düsteren, stimmungsvoll gestalteten Welt von Castor Woods erzählt wird – spannend, wenn auch geradlinig. Das Gameplay verbindet die bewährten Parkour-Elemente und brutalen Nahkämpfe mit einer neuen Bestien-Mechanik, die frischen Wind ins Spiel bringt.

Die offene Welt überzeugt mit atmosphärischer Gestaltung, detailreichen Umgebungen und dynamischem Wetter. In Deutschland muss man allerdings Abstriche machen: Einige Gewaltdarstellungen sind reduziert bei menschlichen NPCs reduziert, was das Spielerlebnis aber kaum beeinträchtigt. Technisch läuft The Beast auf der PS5 Pro solide, lediglich in der Fernsicht sind leichte Einbußen spürbar.

Im Koop-Modus entfaltet sich der Überlebenskampf besonders intensiv, wodurch das Spiel noch packender wird. Insgesamt ist Dying Light: The Beast ein ehrliches, spaßiges Survival-Horror-Erlebnis, das sich nicht zu ernst nimmt, aber genau weiß, was seine Fans erwarten.

Dying Light: The Beast
Fazit
Dying Light: The Beast kehrt erfolgreich zu den Wurzeln der Serie zurück und wird besonders Fans des ersten Teils begeistern. Im Zentrum steht erneut Kyle Crane, dessen Geschichte in der düsteren, stimmungsvoll gestalteten Welt von Castor Woods erzählt wird – spannend, wenn auch geradlinig
Positiv
Koop-Modus bringt hohen Spielspaß
Technisch solide Performance
Wunderschöne Grafik
Stimmige, atmosphärische
Negativ
Geschnittene deutsche Version
Story und Charaktere bieten keine große narrative Tiefe oder Überraschungen
Kein Crossplay-Koop zwischen den Plattformen
8
Sehr gut
Hey, ich bin Pascal - 27 Jahre alt und Gründer von Hinsusta. Ich bin für alle Bereiche auf der Webseite zuständig. Mein Schwerpunkt liegt allerdings auf Reviews und News rund um das Thema Current-Gen.