Killing Floor 3: im Test (PS5)

Mit Killing Floor 3 kehrt die ikonische Koop-Shooter-Reihe von Tripwire Interactive zurück und setzt alles daran, alte Fans wie auch Neueinsteiger gleichermaßen zu begeistern. Der neueste Ableger verspricht noch intensivere Kämpfe, überarbeitete Klassen, brutale Gegnerhorden und ein deutlich düstereres Setting. Wir hatten bereits vorab die Gelegenheit, Killing Floor 3 anzuspielen, und verraten euch in dieser Rreview, was euch im neuen Teil erwartet.

Wir schreiben das Jahr 2091. In einer düsteren Zukunft haben monströse Zeds die Welt überrannt und herrscht blankes Chaos. Diese albtraumhaften Kreaturen wurden vom skrupellosen Megakonzern Horzine erschaffen und streifen nun durch die verwüsteten Straßen, um alles, was noch lebt und atmet, in Stücke zu reißen. Die Menschheit steht kurz vor dem Abgrund, ein Hoffnungsschimmer ist kaum noch zu erkennen. Doch genau hier kommen wir ins Spiel. Als letzte Verteidigungslinie gegen den Untergang hat sich die Rebellenfraktion Nightfall formiert. Wir sind ausgebildet, entschlossen und bis an die Zähne bewaffnet. Es ist unsere Aufgabe, dem Wahnsinn entgegenzutreten und das Blatt vielleicht doch noch zu wenden.

Game, Set, Match!

Killing Floor 3 ist der neueste Ableger der ikonischen Action-Horror-Reihe von Tripwire Interactive und rückt erneut den Koop-Modus in den Mittelpunkt. Anstatt sich auf das klassische 4-Spieler-Koop zu beschränken, geht der neue Teil noch einen Schritt weiter. Bis zu sechs Spieler können sich gemeinsam ins chaotische Gemetzel stürzen, was in der Praxis für ordentlich Action und überraschend viel Spielspaß sorgt.

Doch worum geht es in „Killing Floor” eigentlich? Im Kern geht es darum, in intensiven Wellenkämpfen gegen die sogenannten Zeds zu bestehen. Groteske Mutationen, die alles angreifen, was sich nur bewegt. Dabei gilt: Vorbereitung ist alles! Nur wer sich mit der richtigen Ausrüstung, Taktik und einem eingespielten Team den Horden entgegenstellt, hat eine Chance zu überleben. Mit jeder weiteren Welle nimmt die Intensität zu. Die Gegner werden stärker, zahlreicher und brutaler. Besonders in späteren Runden verlangt das Spiel neben schnellen Reflexen auch Teamwork, etwas Kommunikation und ein kluges Ressourcenmanagement.

Wir rüsten uns an der Kapsel aus (oder sogar um) und kämpfen uns durch das futuristische, düstere Setting von Killing Floor 3. Während wir uns dieses Mal wieder durch Horden von Zeds metzeln, wartet eine entscheidende Neuerung auf uns. Auf den Maps lassen sich nun Ressourcen finden, mit denen wir unsere Waffen individuell anpassen können.

Diese Modifikationen ermöglichen es, einzelne Ausrüstungsteile gezielt zu verbessern, beispielsweise durch erhöhten Schaden, schnellere Nachladezeiten oder zusätzliche Schadenseffekte. Das Besondere dabei ist, dass die Upgrades permanent für die laufende Partie sind und bereits vor Beginn einer Runde ausgerüstet werden können. Doch Vorsicht. Je stärker die Modifikation, desto teurer wird die Waffe. Man muss also taktisch abwägen, welche Waffe man wie aufrüstet, denn das Budget ist zu Beginn jeder Runde begrenzt. Wer zu viel investiert, riskiert, mit der verbesserten Waffe gar nicht erst in die erste Welle zu starten.

Alte Stärken, neue Baustellen

Technisch kann Killing Floor 3 größtenteils nur mittelmäßig überzeugen. Das Spiel läuft zwar überwiegend flüssig und bietet eine solide Grafik, die das düstere, futuristische Setting gut in Szene setzt. Dennoch bringt der Titel trotz einer viermonatigen Verschiebung vor der Veröffentlichung noch einige Probleme mit sich, die den Spielspaß eindämmen können.

Ein häufiges Problem ist beispielsweise, dass uns die Zeds oft in Ecken drängen, wodurch wir manchmal „festgebuggt“ werden und uns nicht mehr bewegen können. Ein ärgerlicher Zustand, der den Spielfluss oft unterbricht. Zudem gibt es einen nervigen „Ein-Schuss-Bug“ bei manchen Waffen, besonders beim Maschinengewehr. Hier zieht sich das Spiel ständig Munition aus der Reserve, sodass wir plötzlich nur noch im Einzelschuss-Modus feuern können. Das erschwert den Kampf erheblich.

Darüber hinaus kommt es gelegentlich zu Spielabstürzen, besonders wenn es auf dem Bildschirm „effektreich“ zugeht, etwa bei Explosionen oder großen Gegnerhorden. Diese Abstürze sind nicht nur frustrierend, sondern trüben auch den ansonsten spaßigen Koop-Modus. Insgesamt zeigt „Killing Floor 3” also viel Potenzial und eine starke technische Basis. Allerdings wäre ein weiterer Feinschliff nötig.

Was hingegen gut funktioniert, ist der Nachschub-Pass. Hier befinden wir uns allerdings im Zwiespalt, da dieser zwar optional ist, dieser aber Präsent ist. Im Basisspiel stehen euch nur eine Handvoll kosmetischer Objekte zur Verfügung, die insgesamt wenig besonders oder abwechslungsreich wirken. Zudem stellt sich die Frage, warum die Gesamtkosten für alle Nachschub-Pässe zusammen höher sind als der Preis des Basisspiels. Es wäre fairer gewesen, wenn zumindest der erste Pass für alle Spielende kostenlos zugänglich wäre, zumal „Killing Floor 3” bislang noch stark unter einem Mangel an abwechslungsreichem Content leidet.

Der Nachschub-Pass bringt zwar neue Skins und Items, sorgt aber bisher nur bedingt für nachhaltige Motivation, da die Vielfalt insgesamt noch überschaubar bleibt. Hier besteht also noch Luft nach oben, um langfristig mehr zu bieten.

Das große Problem von Killing Floor 3

Versteht mich nicht falsch. Killing Floor 3 legt eine gelungene Grundlage für einen spaßigen Koop-Shooter. Doch es gibt ein großes Problem: den Mangel an Inhalten. Zwar bietet das Spiel aktuell eine solide Auswahl an Maps, doch vor allem bei den Boss-Gegnern gibt es starke Mängel. Zum Zeitpunkt des Releases sind gerade einmal drei Boss-Gegner verfügbar, sodass man sich schnell sattgesehen hat.

Auch bei den Spielmodi ist die Auswahl sehr begrenzt. Neben dem klassischen Wellenmodus und drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden gibt es keine weiteren Modi. Das schränkt die Langzeitmotivation stark ein. Gerade im Vergleich zu Killing Floor 2, das deutlich mehr Inhalte bot, wirkt Killing Floor 3 inhaltlich noch relativ leer, auch wenn es zumindest auf grafischer Ebene überzeugen kann.

Insgesamt fühlt sich Killing Floor 3 nach dem Erreichen aller Charakterlevel und dem Freischalten sämtlicher Fertigkeiten eher wie ein Grind-Fest an. Sobald man alles freigespielt hat, gibt es kaum noch etwas zu tun.

Gerade die Neuerungen bieten eine gute Grundlage für abwechslungsreiches Gameplay, doch das volle Potenzial wird bisher leider nicht ausgeschöpft. Dadurch ist bereits schnell hungrig nach neuen Inhalten. Wer damit kein Problem hat und Spaß am klassischen Koop-Shooter-Prinzip hat, bekommt dennoch ein durchaus unterhaltsames Spielerlebnis, das sich gut eignet, um gelegentlich mit Freunden ins actionreiche Gefecht zu ziehen.

Fazit

Killing Floor 3 bietet eine technisch solide und grafisch ansprechende Grundlage für ein intensives Koop-Shooter-Erlebnis. Der Überlebendmodus für bis zu sechs Spieler sorgt für spannende Gefechte gegen monströse Zeds und das neue Waffensystem bringt taktische Tiefe ins Spiel. Allerdings schränkt der aktuelle Mangel an Inhalten, insbesondere die geringe Anzahl an Bossen und Spielmodi, die Langzeitmotivation deutlich ein. Auch nervige Bugs und gelegentliche Abstürze trüben den Spielspaß, trotz der viermonatigen Entwicklungsverschiebung. Für Fans der Reihe und Koop-Liebhaber ist Killing Floor 3 dennoch einen Blick wert – vor allem, wenn man Wert auf packende Action legt und mit Freunden spielt. Mit weiteren Updates und mehr abwechslungsreichem Content könnte der Titel sein volles Potenzial noch entfalten.

Killing Floor 3
Fazit
Killing Floor 3 bietet eine technisch solide und grafisch ansprechende Grundlage für ein intensives Koop-Shooter-Erlebnis. Der Überlebendmodus für bis zu sechs Spieler sorgt für spannende Gefechte gegen monströse Zeds und das neue Waffensystem bringt taktische Tiefe ins Spiel.
Positiv
Stimmungsvolle Grafik
Koop-Modus für bis zu sechs Spieler
Innovatives Waffen-Upgrade-System
Negativ
Mangel an Content
Gelegentliche Spielabstürze
Nachschub-Pass wirkt teuer
Fehlende Langzeitmotivation
6
Solide
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