Memories in Orbit: im Test (PS5)

Mit MIO: Memories in Orbit erscheint 2.5D-Action-Adventure mit Metroidvania-Elementen, das endlich im Jahr 2025 für PC und Konsolen erscheint. Entwickelt vom französischen Studio Douze Dixièmes und veröffentlicht von Focus Entertainment, entführt uns das Spiel auf eine mysteriöse Raumstation namens The Vessel. Wir haben das einzigartige Metroidvania für euch getestet und verraten euch ohne Spoiler, was euch erwartet!

In MIO: Memories in Orbit übernehmen wir die Kontrolle über MIO, einen hochentwickelten Androiden, der in einem gigantischen Raumschiff (dem sogenannten Gefäß) erwacht. Ohne klares Ziel, aber mit einem wachsenden Gefühl von Verlust, beginnt eine Reise, die sowohl in die Tiefen des Schiffs als auch in die des eigenen Bewusstseins führt.

Dabei dreht sich alles um die Frage, was es bedeutet, Identität zu bewahren, wenn selbst Erinnerungen zu zerfallen drohen. Aus Spoilergründen gehen wir allerdings nicht auf die Story ein. MIO: Memories in Orbit überzeugt allerdings mit seiner dichten Atmosphäre, der stimmigen Science-Fiction-Ästhetik und einem Weltendesign, das sofort in den Bann zieht. Dies haben wir allerdings auch schon in unserer Preview erwähnt!

Ein Spielbares Kunstwerk

MIO: Memories in Orbit überzeugt mit einer detailverliebten 2.5D-Grafik, die durch den handgezeichneten Artdesign besticht. Optisch erinnert das Spiel an Titel wie Ori and the Blind Forest, Hollow Knight oder Dead Cells, und hebt sich doch durch seinen ganz eigenen Stil ab. Jeder einzelne gezeichnete Strich ist sichtbar und verleiht der Spielwelt die Anmutung eines lebendigen Kunstwerks. Es ist, als würde man sich durch ein interaktives Gemälde bewegen.

Doch MIO punktet nicht nur visuell. Die dichte Atmosphäre, gepaart mit einer tiefgründigen, emotional aufgeladenen Erzählweise, verleiht dem Spiel eine außergewöhnliche erzählerische Tiefe, die über die Grenzen des Genres hinausreicht. Es ist diese Kombination aus Ästhetik, Stimmung und Storytelling, die MIO: Memories in Orbit zu einem einzigartigen Erlebnis macht und es klar von anderen Genrevertretern abhebt.

Die beeindruckende Ästhetik von MIO: Memories in Orbit entfaltet sich auf spielerische Weise. Wie es sich für ein gutes Metroidvania gehört, steht das Erkunden im Zentrum! Das Abenteuer ist nicht linear, sondern lädt dazu ein, jeden Winkel des mysteriösen Raumschiffs neugierig zu erforschen.

Inmitten der kunstvoll designten Umgebung meistern wir anspruchsvolle Plattforming-Passagen, die nicht nur abwechslungsreich gestaltet sind, sondern auch das richtige Maß an Herausforderung bieten. Neben clever platzierten Rätseln stellen sich uns regelmäßig Gegner in den Weg, die uns im Kampf auf die Probe stellen. So kombiniert MIO: Memories in Orbit visuelle Finesse, atmosphärische Stärke und solide Action. Dies sorgt für eine Mischung, die das Spiel angenehm dynamisch und vielschichtig wirken lässt.

Besonders hervor sticht dabei das Kampfsystem, das schon früh überzeugt. MIO verteidigt sich mit einer haarähnlichen Waffe – ungewöhnlich, aber überraschend cool. Jeder Schlag sitzt, jede Bewegung wirkt präzise und mit Gewicht. Anfangs noch simpel aufgebaut, entfaltet sich das System mit zunehmendem Spielfortschritt zu einem echten Highlight, wenn neue Fähigkeiten und Kampfelemente hinzukommen. Genau dieser stetige Fortschritt sorgt dafür, dass man immer wieder Lust bekommt, noch ein Stück weiter zu spielen. Falls es doch mal zu schwer werden sollte, können wir Barrierefreiheiten nutzen, die das Spiel einfacher machen. Das sorgt dafür, dass MIO auch für viele Spieler zugänglich wird!

Starker Kern, aber schwerer Start

MIO: Memories in Orbit überzeugt in vielen Punkten, kommt aber nicht ganz ohne Startschwierigkeiten aus. Gerade zu Beginn ist vieles nicht sofort ersichtlich, was den Einstieg etwas holprig macht. Das Spiel wirft uns direkt ins kalte Wasser, ohne klare Hinweise darauf, wohin es als Nächstes gehen soll. Zwar verstecken sich subtile Orientierungshilfen häufig im Hintergrund des Levels, doch man muss schon sehr genau hinschauen, um sie zu erkennen. Richtungsangaben sucht man dagegen vergeblich – was zwar zur Atmosphäre passt, aber gelegentlich für Orientierungslosigkeit sorgt.

Positiv ist wiederum, dass uns das Spiel viel Freiheit bei der Gestaltung unseres Spielstils lässt. Mithilfe der Mods können wir MIO individuell anpassen, was strategische Entscheidungen spannend macht – allerdings sind die verfügbaren Slots begrenzt, was manche Auswahl schmerzhaft einschränkt.

Weniger gelungen ist das ausgeprägte Backtracking. Häufig müssen bereits erkundete Bereiche mehrfach durchlaufen werden, was mit der Zeit etwas zäh werden kann. Für Fans klassischer Metroidvania-Strukturen ist das sicher ein vertrautes Gestaltungsmittel, andere Spieler dürften sich an den langen Laufwegen jedoch stören.

Fazit:

MIO: Memories in Orbit entpuppt sich als ein liebevoll gestaltetes Metroidvania, das vor allem mit seiner dichten Atmosphäre, der kreativen Welt und dem ungewöhnlich präzisen Kampfsystem begeistert. Das französische Studio Douze Dixièmes hat ein Spiel geschaffen, das visuell und klanglich beeindruckt und gleichzeitig mit seinem eigenwilligen Stil Sympathien weckt. Zwar gestaltet sich der Einstieg noch etwas holprig und das Backtracking ist auf Dauer ermüdent, doch wer sich darauf einlässt, wird mit einem spannenden Abenteuer voller Neugier, Entdeckungen und stetig wachsendem Spielfluss belohnt. MIO: Memories in Orbit ist kein Spiel, das man einfach nur durchspielt – es ist eines, das man erleben und verstehen will. Und genau das macht seinen besonderen Reiz aus.

MIO: Memories in Orbit
Fazit
MIO: Memories in Orbit entpuppt sich als ein liebevoll gestaltetes Metroidvania, das vor allem mit seiner dichten Atmosphäre, der kreativen Welt und dem ungewöhnlich präzisen Kampfsystem begeistert.
Positiv
Toller Stil
Wuchtige Kämpfe
Gelungener Soundtrack
Negativ
Nerviges Backtracking
Einstieg etwas schwierig
8
Sehr gut