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Tales of the Shire: A The Lord of the Rings Game – im Test (PS5)

Manchmal braucht es keine epischen Schlachten, keine bedrohlichen Schatten und keine rettungsbedürftigen Königreiche. Es reicht eine warme Mahlzeit, ein gut gepflegter Garten und das leise Plätschern eines Teichs. Mit „Tales of the Shire”, entwickelt vom renommierten Kreativstudio Wētā Workshop, kehrt Mittelerde den großen Abenteuern den Rücken zu und richtet den Blick auf das Herzstück dessen, was das Auenland so besonders macht: das einfache, friedliche Leben eines Hobbits. Wir haben das neue Cozy Game für euch getestet und verraten euch im Test, was euch in Wasserau erwartet.

Bei Tales of the Shire: A The Lord of the Rings Game handelt es sich um eine charmante Lebenssimulation, in der wir unseren eigenen Hobbit erschaffen und das idyllische Wasserau erkunden dürfen. Als klassisches Cozy Game nimmt sich Tales of the Shire bewusst Zeit für die kleinen Dinge des Lebens: Gärtnern, Kochen, Angeln, Sammeln und das Pflegen von Beziehungen stehen im Mittelpunkt ganz ohne Hektik oder große Gefahren.

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Anstelle epischer Schlachten oder finsterer Bedrohungen lädt dieses Abenteuer dazu ein, in eine entspannte Version von Mittelerde einzutauchen, in der Gemeinschaft und Gemütlichkeit zählen. Tales of the Shire richtet sich dabei vor allem an all jene, die dem stressigen Alltag für ein paar Stunden entfliehen und sich in einer liebevoll gestalteten Welt einfach treiben lassen möchten.

Das Gameplay von Tales of the Shire orientiert sich klar an bekannten Cozy-Life-Sims und bleibt dabei stets in der liebevoll gestalteten Welt von Mittelerde verwurzelt. Im Mittelpunkt steht der gemütliche Alltag eines Hobbits. Wir bepflanzen unseren Garten, sammeln Kräuter und Pilze, angeln in den ruhigen Teichen und kochen herzhafte Mahlzeiten, die wir mit den freundlichen Bewohnern von Wasserau teilen. Die Gameplay-Mechaniken sind genauso simpel, wie sie klingen. Komplexe Systeme oder tiefgreifende Spielmechaniken sucht man hier vergeblich.

Das sorgt zwar im späteren Verlauf für eine gewisse Eintönigkeit, passt aber zugleich gut zum entschleunigten Ton des Spiels. Schließlich geht es in Tales of the Shire nicht darum, möglichst effizient zu wirtschaften, sondern sich im eigenen Tempo ein kleines, digitales Zuhause aufzubauen. Der wahre Reiz liegt darin, das eigene Hobbitloch ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, Wasserau beim Wachsen zu helfen und sich in dieser friedlichen, kleinen Welt für ein paar Stunden einfach fallen zu lassen.

Nach und nach schalten wir neue Werkzeuge, Rezepte und Dekorationsmöglichkeiten frei. Kleine Quests helfen dabei, die Beziehung zu den liebenswerten Bewohnern von Wasserau zu vertiefen. Allerdings gibt es gerade bei den Quests einen spürbaren Kritikpunkt: Die Aufgaben sind zwar bewusst simpel gehalten, was bei einem Cozy Game grundsätzlich in Ordnung ist, doch es scheitert überraschend oft an der Zugänglichkeit.

Ein echtes Questlog fehlt komplett. Stattdessen müssen wir uns ständig auf der Karte orientieren, um zu erfahren, welche Aufgabe als Nächstes ansteht. Warum es hier kein klassisches Tagebuch mit einer Übersicht aller aktiven Aufgaben gibt, bleibt unverständlich – gerade bei einem Spiel, das ansonsten auf Komfort und Entschleunigung setzt. Hinzu kommt, dass viele Aufgaben zu stark nach Schema F ablaufen und spielerisch kaum fordern. Die Ideen hinter den Quests sind zwar charmant, doch das Potenzial wurde hier leider nicht voll ausgeschöpft. Etwas mehr Abwechslung, optionale Ereignisse oder verzweigte Aufgaben hätten dem Spiel gutgetan, vor allem, um die Spielwelt noch lebendiger wirken zu lassen.

Eine warme Mahlzeit für die Nachbarschaft

Wie eingangs bereits erwähnt, dürfen wir in Tales of the Shire auch selbst den Kochlöffel schwingen. Das Kochen erfolgt über kleine Minispiele, bei denen wir durch präzises Timing und die richtige Zubereitung die Qualität unserer Mahlzeiten beeinflussen können. Wenn uns ein besonders gutes Gericht gelingt, erhalten wir eine Drei-Sterne-Bewertung. Diese ist nicht nur für unseren eigenen Genuss wichtig, sondern stärkt auch die Beziehung zu anderen Hobbits. Je nach Quest oder Vorlieben der Bewohner können dadurch sogar neue Rezepte freigeschaltet werden.

Natürlich setzt das Kochen voraus, dass wir zuvor Zutaten sammeln. Und genau hier kommt erneut der zentrale Gameplay-Loop zum Tragen. Das Sammeln von Kräutern, Pilzen, Obst oder Fisch ist ein essenzieller Bestandteil des Spiels. Leider stößt man hier recht schnell an eine Grenze: Mit gerade einmal zehn Inventarplätzen wird das Ressourcenmanagement unnötig eingeschränkt. Besonders bei längeren Sammelrunden oder wenn man parallel verschiedene Aufgaben verfolgt, würde ein größeres Inventar das Spiel deutlich entspannter machen. Eine spätere Erweiterung der Tasche wäre wünschenswert gewesen – oder zumindest die Option, bestimmte Materialien zu lagern.

Fazit

Tales of the Shire ist kein Spiel, das mit Mechaniken überfordert, spektakuläre Wendungen erzählt oder Spieler stundenlang fesselt. Und genau das ist seine größte Stärke. Es ist ein Wohlfühlspiel durch und durch für ein kurzen Urlaub im Auenland, bei dem man den Alltag einfach mal vergessen darf. Die entspannte Atmosphäre, die liebevoll gestaltete Welt und der Fokus auf das einfache Leben der Hobbits sorgen für eine angenehm entschleunigte Spielerfahrung. Wer gerne sammelt, gärtnert, kocht und dekoriert, wird sich hier schnell zu Hause fühlen. Allerdings kratzt das Spiel inhaltlich oft nur an der Oberfläche: Die Quests sind simpel gestrickt, das Inventar ist zu klein und das Potenzial in einigen Gameplay-Bereichen bleibt leider ungenutzt. Trotz dieser Schwächen bietet Tales of the Shire genau das, was es verspricht: ein kleines Stück Gemütlichkeit in Mittelerde. Für Fans von Cozy Games und Der Herr der Ringe ist es eine liebevolle Einladung, das Auenland auf ganz neue Weise zu erleben.

Tales of the Shire: A The Lord of the Rings Game
Fazit
Tales of the Shire ist kein Spiel, das mit Mechaniken überfordert, spektakuläre Wendungen erzählt oder Spieler stundenlang fesselt. Und genau das ist seine größte Stärke. Es ist ein Wohlfühlspiel durch und durch für ein kurzen Urlaub im Auenland, bei dem man den Alltag einfach mal vergessen darf.
Positiv
Gemütliches, entschleunigtes Gameplay
Wunderschön gestaltete Welt
Negativ
Nur 10 Taschenplätze
Aufgaben wiederholen sich schnell
Viele Mechaniken bleiben oberflächlich
Grafik könnte besser sein
6.5
Solide
Hey, ich bin Pascal - 27 Jahre alt und Gründer von Hinsusta. Ich bin für alle Bereiche auf der Webseite zuständig. Mein Schwerpunkt liegt allerdings auf Reviews und News rund um das Thema Current-Gen.