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[Preview] Resident Evil: Requiem

Mit Resident Evil: Requiem bringt Capcom den mittlerweile neunten Hauptteil seiner legendären Survival-Horror-Reihe an den Start – und der hat es in sich. Die Kultserie wagt dabei einen radikalen Schritt nach vorn und verspricht den bislang düstersten, intensivsten und verstörendsten Albtraum in der Geschichte von Resident Evil. Unter dem unheilvollen Leitspruch „Requiem für die Toten. Albtraum für die Lebenden” will Capcom die Grenzen des Genres neu definieren. Auf der Gamescom 2025 feierte das Spiel nicht nur seine Gameplay-Premiere, sondern räumte gleich vier Awards ab. Wir durften in einer exklusiven Hands-on-Session einen ersten Blick in das Abenteuer von Grace Ashcroft werfen. Schon vorweg: So packend, so beklemmend und so gnadenlos gruselig hat sich Resident Evil schon lange nicht mehr angefühlt.

Wie bereits erwähnt, konnten wir erstmals in die Rolle von Grace Ashcroft schlüpfen. Schon in den ersten Minuten wird klar, dass ihr Weg alles andere als leicht sein wird. Gefesselt hängt sie kopfüber, während eine Kanüle in ihrem rechten Arm steckt und Blut entzieht. Die packende Zwischensequenz zeigt die RE Engine dabei in absoluter Bestform: Jeder Schweißtropfen auf Graces Gesicht wirkt erschreckend real, die Licht- und Schatteneffekte erzeugen eine bedrückende, beinahe klaustrophobische Atmosphäre. Warum ihr allerdings Blut abgenommen wird, bleibt zunächst ein Rätsel. Selbst ein gefundenes Dokument im Raum konnte diese Frage nicht beantworten und ließ mich nur noch neugieriger und ratloser zurück.

Wenn Atmosphäre zum Gegner wird

Grace ist gezeichnet von den Ereignissen und das spürt man in jeder Szene. Besonders deutlich wird es, wenn wir Resident: Evil Requiem aus der Third Person Perspektive spielen. Capcom gibt uns die Wahl, ob wir den Albtraum hautnah in der Ego Perspektive erleben oder klassisch in der Third Person Ansicht. Während ich beide Varianten ausprobierte, war schnell klar: Die Ego Perspektive ist hier die stärkere Wahl. Die engen und düsteren Gänge des Hauses wirken dadurch noch beklemmender, jede Bewegung verstärkt das Gefühl von Hilflosigkeit. Capcom hat hier erneut tief in die Trickkiste gegriffen und präsentiert mit der RE Engine eine visuelle Wucht, die dem Franchise alle Ehre macht. Das zeigt, dass sich das Studio immer wieder selbst übertrifft.

In der Hands On Demo bestand die Aufgabe darin, eine Sicherung zu finden, um ein verriegeltes Tor zu öffnen. Nur mit einem kleinen Feuerzeug bewaffnet, machte ich mich auf die Suche nach einem Schraubenzieher und den passenden Sicherungen, die den Weg freigeben sollten. Das Erkunden der finsteren Korridore war zugleich spannend und bedrückend, denn die ständige Angst im Nacken ließ keinen Moment der Ruhe zu. Dabei glänzt Resident: Evil Requiem mit einer atemberaubenden Präsentation. Die düstere Stimmung wird durch die visuelle Qualität perfekt unterstrichen, und der Sprung von der Grafik des Resident Evil 4 Remakes zu diesem neuen Teil ist gewaltig – und wohl der bisher größte in der Geschichte der Reihe.

Ein Stalker ohne Gnade

Natürlich wäre es kein echtes Resident Evil, wenn es nicht auch infizierte Kreaturen gäbe und hier begann der wahre Albtraum. Während meiner Erkundung mit dem schwachen Schein meines Feuerzeugs stand ich plötzlich dem neuen Monster aus Resident Evil Requiem gegenüber. Da Grace in der Hands On Demo keine Waffen zur Verfügung hatte, blieb mir nur die Flucht. So hilflos wie Grace fühlte auch ich mich, besonders da die KI des Monsters erschreckend clever agierte. Zwar zeigte es eine deutliche Abneigung gegen Licht, doch nicht jeder Schalter im Gebäude funktioniert, sodass ich mich häufig in dunklen Ecken verstecken musste. Die Verfolgungssequenzen waren dabei besonders intensiv, denn das Wesen besitzt eine beängstigende Agilität, klettert über Wände und Decken und schnitt mir immer wieder den Weg ab. Wurde ich erwischt, folgten brutale Todesszenen, die mir regelrecht den Atem nahmen. Capcom hält hier nicht zurück und präsentiert schonungslos harte Bilder, die noch lange nachwirken

Capcom spielt hier auf äußerst clevere Weise mit unserer eigenen Angst. Haben wir das Monster einmal abgehängt, können wir eigentlich in Ruhe nach dem Schraubenschlüssel für die Sicherung suchen. Doch genau an dieser Stelle lauern die sogenannten „What the Fuck“-Momente – und das keineswegs negativ. Der Schlüssel lag in einer Werkzeugkiste, für die ich einen Wagen vor einem Regal verschieben musste. Leider habe ich dies viel zu spät realisiert und war dadurch nicht mehr allein im Raum. Nach hinten gab es keine Fluchtmöglichkeiten, und meine Zeit schien gekommen, allerdings nicht so, wie man erwarten würde.

Der Wagen, den ich mitten im Raum stehen ließ, wurde vom Monster mit voller Wucht gegen mich gestoßen und ich starb sofort. Fassungslos starrte ich auf den Bildschirm, während sogar jemand vom Capcom Team lachen musste. Genau solche Momente bleiben in Erinnerung, weil sie völlig neuartige Horrorerlebnisse schaffen. Sie machen Lust auf mehr und lassen einen kaum abwarten, was als Nächstes passieren könnte.

Fazit

Resident Evil: Requiem könnte einer der stärksten Teile der gesamten Serie werden. Ein endgültiges Urteil lässt sich natürlich noch nicht fällen, da wir bisher nur einen Teil des Spiels erleben konnten. Fakt ist jedoch: Capcom setzt erstmals wieder stark auf Horror und erzeugt Momente, die einem echte Gänsehaut bereiten. Die Hands-On Demo auf der Gamescom hat mir persönlich unglaublich gut gefallen, und ich bin zuversichtlich, dass wir mit Resident Evil Requiem möglicherweise den bisher besten Serienteil erleben werden.

Grafisch macht das Spiel bereits einen hervorragenden Eindruck. Auch die Soundkulisse und die englische Synchronisation überzeugen durch hohe Qualität und tragen intensiv zur Atmosphäre bei. Die Hands-On Session war definitiv eines meiner Highlights der Messe, und ehrlich gesagt kann ich es kaum erwarten, bis das Spiel am 27. Februar 2026 erscheint. Bis dahin heißt es Geduld bewahren. Mehr Details gibt es dann in der vollständigen Review nächstes Jahr. Ich bin gespannt und ihr solltet es auch sein!

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Hey, ich bin Pascal - 27 Jahre alt und Gründer von Hinsusta. Ich bin für alle Bereiche auf der Webseite zuständig. Mein Schwerpunkt liegt allerdings auf Reviews und News rund um das Thema Current-Gen.