HOT WHEELS Infinite Rush: im Test (PS5)

Hot Wheels steht wie kaum eine andere Marke für Geschwindigkeit, verrückte Strecken und kleine Autos, die eigentlich viel zu schnell für ihre Größe sind. Mit Hot Wheels Infinite Rush kommt dieses Konzept jetzt wieder in die Welt der Videospiele. Das Spiel schafft es tatsächlich, das Gefühl von Spielzeugautos sehr gut auf den Bildschirm zu bringen. Die schnellen Rennen machen viel Spaß. Nach den ersten Stunden merkt man aber, dass hinter der beeindruckenden Oberfläche nicht so viel steckt, wie man zuerst denkt.

Einfach einsteigen und losrasen

Das grundlegende Spielprinzip ist einfach erklärt. Man wählt ein Auto, startet die Strecke und gibt Vollgas. Das Fahrmodell setzt klar auf Arcade statt auf Simulation. Die Fahrzeuge reagieren direkt. Drifts gelingen leicht und Boosts sorgen regelmäßig für schnelle Momente. Für Einsteiger ist das angenehm, da es keine langen Eingewöhnungsphasen gibt. Das Problem ist, dass das Fahrmodell nicht sehr tief geht. Wer die wichtigsten Mechaniken einmal verstanden hat, kennt schon einen großen Teil des Spiels. Präzises Fahren hilft zwar, aber das Spiel verlangt nur selten, dass man seine Fahrweise grundlegend anpasst. Für kurze Spielrunden passt das sehr gut. Auf Dauer fehlt aber etwas die Weiterentwicklung im Spiel.

Spektakuläre Strecken, bekannte Ideen

Die Strecken stehen im Mittelpunkt. Hier zeigt Infinite Rush, warum Hot Wheels als Vorlage für ein Rennspiel so gut passt. Loopings, Sprungschanzen, Fahrten kopfüber und wilde Konstruktionen sorgen für spannende Momente. Die Strecken sehen aus wie riesige Spielzeugbahnen und treffen damit genau den Stil der Marke. Aber spannend heißt nicht automatisch abwechslungsreich. Viele Strecken nutzen ähnliche Elemente. Nach ein paar Rennen hat man deshalb das meiste schon gesehen. Der erste große Looping sorgt noch für ein „Wow“. Beim zehnten wird das zur Gewohnheit. Mehr einfallsreiche Streckenmechaniken hätten dem Spiel hier geholfen.

Die Autos machen Spaß aber nicht immer den Unterschied

Auch die Fahrzeugauswahl ist gelungen. Die unterschiedlichen Hot Wheels sehen sehr gut aus und bringen zumindest leichte Unterschiede bei Geschwindigkeit, Beschleunigung und Handling mit. Allerdings sind diese Unterschiede nicht so wirklich entscheidend für das Spiel. Natürlich kann die Wahl des richtigen Autos auf bestimmten Strecken Vorteile bringen. Trotzdem bleibt das System übersichtlich. Ein tiefgehendes Tuning oder Fortschrittssystem, das wirklich langfristig motiviert, hätte hier zusätzlichen Reiz geschaffen. So bleibt die Garage vor allem eine Sammlung cooler Spielzeugautos. Das ist keineswegs schlecht, aber spielerisch etwas verschenktes Potenzial.

Optisch genau das richtige für Hot Wheels

Bei der Präsentation gibt es kaum etwas auszusetzen. Die bunte Optik passt gut zur Marke und vermittelt echt das Gefühl, mit kleinen Spielzeugautos durch eine große Fantasiewelt zu fahren. Strecken und Fahrzeuge sind meistens mit vielen Details gestaltet. Auch der Sound macht einen guten Eindruck. Motorengeräusche, Zusammenstöße und Boosts geben genug Rückmeldung, ohne besonders aufzufallen. Technisch ist Infinite Rush zwar kein Durchbruch. Es erfüllt aber seinen Zweck.

Der größte Gegner ist die Abwechslung

Die größte Schwäche des Spiels liegt am Ende nicht beim Fahrgefühl oder bei der Präsentation. Das Problem liegt beim Umfang und der Langzeitmotivation. Die ersten Rennen machen Spaß. Auch die ersten neuen Fahrzeuge und Strecken motivieren. Doch irgendwann fragt man sich: Was kommt danach? Genau hier hätte Infinite Rush mehr bieten müssen. Ein größerer Karrieremodus, eine tiefere Fahrzeugentwicklung, mehr verschiedene Rennarten oder zusätzliche Herausforderungen hätten dem Spiel deutlich mehr Inhalt gegeben. Stattdessen bleibt vieles bei der bekannten Formel. Strecke auswählen. Fahren. Gewinnen. Nächstes Rennen. Das klappt, aber nicht unbedingt für viele Stunden.

Fazit

Hot Wheels Infinite Rush ist ein unterhaltsames Arcade-Rennspiel, das seine Vorlage gut umsetzt. Das Gefühl für Geschwindigkeit passt, die Strecken sehen gut aus. Die ersten Stunden machen auf jeden Fall Spaß. Nach einer Weile zeigt sich aber die andere Seite des einfachen Konzepts. Das Fahrmodell hat nur wenig Tiefe. Die Streckenmechaniken wiederholen sich. Auch bei den Fahrzeugen hätte man sich mehr Möglichkeiten zur Anpassung gewünscht. Außerdem fehlt es etwas an Motivation für längeres Spielen. Das heißt nicht, dass Infinite Rush ein schlechtes Spiel ist. Im Gegenteil, wer schnelle Arcade-Rennen und die typische Hot Wheels-Optik mag, bekommt hier solide Unterhaltung. Es fehlt nur der letzte Schritt von „macht Spaß“ zu „will ich unbedingt weiterspielen“.

HOT WHEELS Infinite Rush
Fazit
Hot Wheels Infinite Rush ist ein unterhaltsames Arcade-Rennspiel, das seine Vorlage gut umsetzt. Das Gefühl für Geschwindigkeit passt, die Strecken sehen gut aus. Die ersten Stunden machen auf jeden Fall Spaß. Nach einer Weile zeigt sich aber die andere Seite des einfachen Konzepts. Das Fahrmodell hat nur wenig Tiefe. Die Streckenmechaniken wiederholen sich. Auch bei den Fahrzeugen hätte man sich mehr Möglichkeiten zur Anpassung gewünscht. Außerdem fehlt es etwas an Motivation für längeres Spielen. Das heißt nicht, dass Infinite Rush ein schlechtes Spiel ist. Im Gegenteil, wer schnelle Arcade-Rennen und die typische Hot Wheels-Optik mag, bekommt hier solide Unterhaltung. Es fehlt nur der letzte Schritt von „macht Spaß“ zu „will ich unbedingt weiterspielen“.
Positiv
Tolles Geschwindigkeitsgefühl
Zugängliches Arcade Fahrmodell
Macht besonders in kurzen Sessions Spaß
Negativ
Wenig spielerische Tiefe
Begrenzte Langzeitmotivation
Fahrzeugunterschiede könnten stärker ausfallen
7
Gut
Hi, ich bin Daniel, ich zocke eigentlich fast alles, am liebsten Action-RPGs/ Shooter und Soulslikes.